@herrmeyer @autopoiet medien & bildung http://trunc.it/fkgtr #nextsociety #baecker #ntwrk #dfdu #tzk

(download)

danke für das rezensionsexemplar:
http://medialogy.de/2011/01/18/medien-bildung-institutionelle-kontexte-und-ku...

auspacken und... jaja... so läuft das halt... ;-)))

danke für die einarbeitung und erwähnung von #dfdu 2 auf seite 379 im ersten text von @autopoiet:
- die liste der gelöschten unterscheidungen (http://dfdu.org, kap. 3)

  • objektiv:subjektiv
  • mündlich:schriftlich
  • privat:öffentlich
  • mein:dein
  • real:virtuell
  • entweder:oder

auch im zweiten text von @autopoiet sind wir implizit mit dabeit... "lexikon der zeitgenössischen kunst": wir definieren in jenem buch die wörter "mehrdeutigkeit" und "ambiguität":
http://dfdu.posterous.com/tag/ambiguit%C3%A4t

weitere konstellatorische aufstellungen später auf diesem kanal #tzk #dfdu

quer und hinter elena http://dfdu.posterous.com/tag/esposito , luhmann & co stehen (s376): so stelle ich mir das vor, klar :-)))

Img_5225

"die form der unruhe", band 2: http://dfdu.org

früher: @autopiet entwickelt eine notationsform für #LoF in twitter:
http://dfdu.posterous.com/autopiet-lof-0
http://autopoiet.posterous.com/sms2sms-vgl-dann-entsprechend-die-unterschied

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14/14 ohne soziale #unruhe keine #leitmedienwechsel (abschluss #ntwrk @zeppelin)

Bild_1

doku kopiert aus: http://dfdu.org/index.php?id=6



ab 14h live-blogging / eintrag in arbeit

über den zusammenhang von "sozieler unruhe" und "leitmedienwechsel".

als "leitmedien" würden hier gelten:

  • sprache
  • schrift
  • buchdruck und
  • computer.

- was wir unter den leitmedien subsumieren können: http://dfdu.posterous.com/ntwrk-nextsociety-dfdu-annahme-als-medien-akz

der letzte wechsel ärgert "könige & päpste", gewonnen und etabliert haben sich "politik & wissenschaft".

der aktuelle wechsel ärgert "politik & wissenschaft". überrascht?
#wenntwaischwanimain

wenn dem so wäre, gäbe es mE keine in der wissenschaft akzeptierbaren arbeit, welches sich angemessen mit "computer" beschäftigt... idee: beobachten was wissenschaft über "computer" weiss und die "ausgeblendeten", "nicht beobachteten" teile als bestandteile einer beschreibung über eine #nextsociety zu entwickeln ;-)
- dazu passt eigentlich ganz gut die frage/vorschlag im studentischen blog: http://unruhestifter.posterous.com/in-welchem-medium-leben-wir-eigentlich-artike

/// start. studentischer input

wie wird "ruhe" in der computer-gesellschaft etabliert. die frage nach:

  • un:ruhe in buchdruck
  • un:ruhe in computer

wessen un:ruhe?

sammlung:

  • zugang zu internet
  • de-hierarchisierung
  • optische eindimensionalität - rechnende welten sind flache welten (buchdruck: globus - computer: fläche / da bin ich nicht einverstanden)
  • die fähigkeit, informationen zu unterlaufen (informationen als impferfekt zu zeigen), beunruhigt die einen und beruhigt die andern.

das passt zu: http://www.medienheft.ch/de/nc/14/date/0000/00/00/warum-twitter-ein-sicherer-...

- verträumt nennt man menschen, welche etwas verlieren, verpassen...
- projektifizierung. negativ werdung einer ehemals "neutralen" praxis
- aufklärung: die dinge sind nicht mehr ("vom himmel gefallen", göttlich) wie sie sind, es sind projekte, moden, modelle (sie könnten auch ganz anders sein.) flusser...

wenn wegwerfen/behalten nicht mehr die unterscheidung ist, was dann?
- nicht/machen
- wie? (und nicht mehr "warum?")

das beruhigende im netz ist der speicher? - nein. eben gerade nicht. (das galt für "buchdruck". da war die bibliothek die "seelenapotheke" http://www.belocal.de/st_gallen/sehenswertes/stiftsbibliothek_-_seelenapothek... http://www.stiftsbibliothek.ch)

buchdruck > computer
kapital:arbeit > geld:beziehung
kontrolle > gelegenheit

eine deskription des x erarbeiten.
x = unterscheidung
(x kann auch "das was ich nicht weiss, was es ist" meinen ;-)
kalkulus = baukasten (zb: "arbeit", "spiel", "geld")
"mit allem rechnen" meint:

  • arbeit von arbeit, spiel und geld unterscheiden
  • spiel von arbeit, spiel und geld unterscheiden
  • geld von arbeit, spiel und geld unterscheiden

nicht fragen: "was ist next society?" das ist ja der punkt, dass niemand weiss, was das ist. (es ist noch undefiniert und bleibt es ev. auch.)

/// beurteilung des blogs: http://unruhestifter.posterous.com/

journalismus würde darauf schauen:
- rechtschreibung
- "gut" geschrieben?
- text:bild
- anzahl kommentare
- etc.

das ist mir nicht wichtig. ausgehend vom input von vorher/oben:
- welche kriterien könnten wir jetzt formulieren?

(störungen haben vorrang: allg. diskussion über die möglichkeit der benotung dieses teils.)
- das bloggen war ein "projekt". es muss auch scheitern können. (siehe oben)
- aber dann können wir noch immer darüber reden, warum es nicht geklappt hat
- die frage der zurechnung
- auch ein gescheitertes projekt kann gelungen sein (nichts ist so schlecht, dass darin nicht was gutes gefunden werden kann ;-)
- die suche nach anderen formen der leistungsbeurteilung bleibt als anliegen...

- qualitativ / quantitativ
-

implizit hörbare kriterien:
- spricht mich (nicht) an
- stiehlt mir zeit
- langweilig
- aufmerksamkeit binden
- like-buttons gedrückt
- kommentare gehen ein

- sind themen aus dem unterricht im blog aufgetaucht?
- konnte das "rahmenthema" erweitert werden?

vorschlag lehmann:
- blog bleibt offen bis zum abgabetag des essays
- studierende teilen mit: beurteilung für die zweitleistung: (a) blog oder (b) reflektion des bloggens im essay

- mir ist wichtig: dass "schreiben am netz" nicht das gleiche ist, wie "journalismus ohne druckmaschine"...

pflichtteile in der note ua:
- riskanz (der selbstausstellung)
- kontinuität
- vernetzung

entscheid:
form der abgabe "blog": 3-5 Seiten Reflexion über den Blog / aktive Teilnahme am Blog als Bonus (mgl. Zusatzpunkte)
umfang essay: 10-12 Seiten Essay
abgabedatum essay/blog: Deadline 30.6


/// END

wichtig wird:

- zugang: geschrieben: ja/nein
- ambiguität des eintrags (anzahl hyperlink pro eintrag, anzahl fragezeichen, anzahl links auf den eigenen, früheren eintrag (prozessualität),  etc.)
- vernetzung mit ähnlichen/ganz anderen gedanken
- ist das "wie"? expliziert
-
-

Img_5091
oder: www.dfdu.org band 2 kap. 6

  • (1) vergiss das schaufenster...
  • (2) finde die antwort im material...
  • (3) spannung entsteht durch eingespannt sein...
  • (4) was wirkt, hat nebenwirkungen...
  • (5) was sich bewährt, lässt bewährung passieren...

NACHTRAG:
http://unruhestifter.posterous.com/programmiertes-scheitern-die-ewige-betaversio

Unbenannt

 

 

 

 

 

Posted
 

#ntwrk wenn ects-punkte sammelnde sich dem #leitmedienwechsel annähren...

Foto

http://www.nzz.ch/nachrichten/startseite/gedruckte_seminararbeit_papierlose_k...

zeig mir, was die professorenden auf dem #holzweg denken und ich zeige dir, was die studierenden notieren und zeichnen... (jaja: die alt68er profs züchten artige studies. #graus ;-)

zum vergleich schreibmaschine : blog (abkrz für bits loggen sich in sprache, teyte, bilder, töne etc ein) http://dfdu.org band 2, kap. 2

hier gehts weiter: http://dfdu.posterous.com/1414-ohne-soziale-unruhe-keine-leitmedienwech

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12/14 live-blogging studentische beiträge #ntwrk @zeppelin

ohne beamer geht nix. umziehen:

Img_5039
zuerst: http://dfdu.posterous.com/1214-gewalt-im-netz-behinderungs-begrenzungsm

rené girard http://de.wikipedia.org/wiki/Ren%C3%A9_Girard def. gewalt

(1) memesis als nachahmung
orientierungspunkt
versuch, den erfolg dieser methode zu testen. daraus resultiert:

(2) rivalität
eskalation, daraus resultiert:

(3) gewalt

beispiele:

weil der raum (potenziell unendlich) gross ist: sich gegenüber allen möglichen möglichkeiten behaupten.
- happy slapping http://de.wikipedia.org/wiki/Happy_Slapping

  • diskussion:
  • konkurrenz um aufmerksamkeit
  • einüben von rivalität
  • wo zeigen die beispiele die eskalation, die gewalt?
  • erwähnt zu werden, meint nicht, "opfer" zu sein, sondern thema...
    - abgrenzung zu psychoterror?
    - abrenzung zu struktureller gewalt? (einübung von verhaltensweisen)
  • medienkompetenzseminare

wörter in der diskussion: exhibitionismus, verlogen, china

gedanken: wie wird über das, was im/mit dem internet geschieht massenmedial beobachtet? gewalt und sex als beliebte empörungsthemen (#AIBS)
- eine gewisse zeit massenmedial gut begleitet: http://landkartenindex.blogspot.com/2008/04/rotten-neighbor-was-sagt-dein-nac... aktuell offline? kenne geschichte nicht
- http://www.meinprof.de/ > http://www.meinprof.de/unis/baden-wuerttemberg/zeppelin-university
- dekonspiration http://de.wikipedia.org/wiki/Konspiration
- die kathartische wirkung von wirtshausschlägereien oder auch http://de.wikipedia.org/wiki/Hahnenkampf (da kämpfen nicht einmal mehr die männer selbst, sondern die stellvertretenden hähne)
- wie kann sich rivalität aufbauen, wenn doch so viele möglichkeiten zur erhitzung gäbe?
- bei leserbriefe: prominenzerwirtschafter
- beleidigungen...
- prügeljugend: http://www.ekkj.admin.ch/c_data/d_98_rap_Gewalt.pdf pdf die vielfältigen interessen eine gewalttätige jugend zu demonstrieren

- ML. um girard anwenden zu können, braucht es die idee der schliessung. der geschlossene raum. ("editor war" in wikipedia http://en.wikipedia.org/wiki/Editor_war) umgekehrt: das stellvertretende opfer kann abkühlend wirken. (siehe oben)
- selbst wenn es zu selbstmord kommt: duerkheim: selbsttötung als selbstbehauptung
- troll http://de.wikipedia.org/wiki/Troll_%28Netzkultur%29

problem:
- nachdenken über themen ohne empirie. wie komme ich jetzt zu meinen beispielen? die beispiele bis jetzt: via journalismus und - medienkompetenzseminare. das sind märkte. völlig unglaubwürdig. die sagen nur was darüber aus, was "sich verkauft".
- rein-/rausgehen können (abkühlung)
- ein angriff kann man ignorieren. wenn der freiheitsraum rein/rauszu gehen, dann kann man verhindern, opfer zu werden.
- warum sollte ein opfer rücksicht nehmen?
- warum steigt jemand nicht aus? doppelbind-theory! http://de.wikipedia.org/wiki/Doppelbindungstheorie
- die onthologische besonderheit des internets (ML sieht diese nicht;-)

1. gewalt, sex, kinder, tiere... DIE aufmerksamkeitssicheren themen...
2. ...

/// pause ///

danach: http://dfdu.posterous.com/1214-selbstinszenierung-im-netz-definition-ai

selbstinszenierung in social media
- auf bildlicher ebene
- (nicht) auf textlicher ebene

einstieg mit:

Bild_1
http://de.wikipedia.org/wiki/Cindy_Sherman

vergleich am eigenen beispiel:
xing vs facebook


- vor wem präsentiert man sich?
- banal vs. relevante information

diskussion:
- fremdbild vs selbstbild

gedanken:
- social ≠ sozial
- der körper im internet. körpersoziologie: lars alberth: http://tel-e-mail.uni-wuppertal.de/world/tel_email/tel_email_ausgabe.php?name... finde pdf mit seinem text (iran/rebell.tv) nicht mehr
- wie kommt der körper ins blick: iconic-turn - image-turn

höchstpersönlich wird es, wo es verletzlich wird. (goffman)
- "cooling out"- text http://en.wikipedia.org/wiki/Cooling_Out
- selbsteinschätzung (kasino): ich knack die bank! - erlebnis, dass es nicht klappt: wiederholung: "das nächste mal wirds klappen"...
- kann damit das erlebnis von facebook erklärt werden? identitätsrausch!
- "etwas verpassen" - rauschsemnatik
- kontextbezogene identitätsentwicklung

sag mir, wie du facebook interpretierst und ich sage dir, was du auf facebook machst:
- sich für parties verabreden
- schauen, was die peers gerade cool finden
- aktionen starten/themen entwickeln: http://www.facebook.com/group.php?gid=130298506981653

Bild_1

abr: und ist der ruf erst runiert, so lebts sich gänzlich ungeniert

frage: warum schreibe ich einen kommentar auf eine wall und warum schicke ich keine direkte nachricht.
- ich will nicht in vergessenheit geraten
-

mikromitteilungen als substrat einer anderen kommunikation...
- unterbewusstsein: zwang nach freud
- es sind entlastungen. vielleicht entsteht ja was draus... und sonst wars auch nicht so wichtig...

vergl. zu offenen büchern bei ausstellungen, museen etc.
- ich finde statt in der welt
- es ist auch eine möglichkeit, feedbacks zu erhalten
-
-

immerhin: ... vom buchdruck zum computer: der körper wird zum thema...

es ist 17h... / tschüss ;-)

 

Posted
 

12/14 "selbstinszenierung im netz" (definition #AIBS)

09:45h aktuell im blog der studierenden:
http://unruhestifter.posterous.com/information-die-ich-aufgenommen-habe-in-der-e

Kontextierte Wahrnehmung = eigene Vorstellung

was ist ein kontext?
http://www.medienheft.ch/de/nc/14/date/0000/00/00/warum-twitter-ein-sicherer-...
http://www.kommunicare.de/01_themen/016_sprache/Diskursbegriffe_2.htm
bündelnde, faschierende (tina piazzi), faschistische (vilém flusser) medien:


ab 4:50: "reversible kabel" / bei 5.30 spricht flusser davon, dass wir eben nicht mehr in "kontexten" sondern in relationen, in netzen denken... / ACHTUNG: als "medien" würde ich aber (vermutlich) nur zulassen: "sprache", "schrift", "buchdruck", "computer"
http://dfdu.posterous.com/ntwrk-nextsociety-dfdu-annahme-als-medien-akz
(oder anders: flusser würde hier nach dieser definition vom leitmedium "buchdruck" sprechen.)

vorbereitung auf einen studentischen input zu "selbstinszenierung im netz"

  • was meint "selbst"?
  • was meint "netz"?
  • entwicklung des "ich" in der moderne. (sloterdijk der zauberbaum... seit die kirchtürme in den himmel schiessen... ;-)))
  • missbrauchssituationen dieses "trends" durch "DSDS"
  • selbstkulpablisierung
  • the iconic-turn (bin ich skeptisch) > the image-turn (finde ich lustiger ;-))) wenn kommunikation auf image-pflege reduziert - oder total ausgeweitet - wird... (vergl. dazu: schulz von thun: die vier ohren: http://de.wikipedia.org/wiki/Vier-Seiten-Modell und werte- und entwicklungsquadrat: http://magazin.rebell.tv/magazin2.html#/page_36_37)

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http://twitter.com/#!/sms2sms/favorites

AIBS = Acquired Internet Bashing Syndrom
vergl. "die form der unruhe" band 2 (eigenes kapitel dazu)

  • sexualisierung
  • psychiatrisierung
  • verteuefelungen
  • fäkalisierungen

aktuelles beispiel von gestern:

Bild_2
http://www.sonntagszeitung.ch/multimedia/artikel-detailseite/?newsid=172791

was lernen wir daraus?
- zb: wir lernen viel über die wahrnehmung "dieser dienste" durch journalisten. zb: punkt 9 der aufzählung hat der autor des artikels zuerst selbst gewtwittert und dann als "typisch" aufgelistet:

Bild_3

///

live-blogging ab 11.04.11, 14h: http://dfdu.posterous.com/1214-live-blogging-studentische-beitrage-ntwr

Posted
 

12/14 "gewalt im netz" - behinderungs- & begrenzungsmacht nach staub-bernasconi

meine vorbereitungen auf einen studentischen input zu "gewalt im netz".
- was meint "gewalt"?
- was meint "netz"?
- was meint "im"?
- was meint "gewalt im netz"?
- was daran ist "netz-spezifisch"?

live-blogging ab 11.04.11, 14h hier: http://dfdu.posterous.com/1214-live-blogging-studentische-beitrage-ntwr

http://de.wikipedia.org/wiki/Silvia_Staub-Bernasconi

http://www.zpsa.de/

begrenzungsmacht

  • begrenzt die ungehindete bemächtigung
  • begrenzt hierarchische fixierung
  • begrenzt kulturelle homogenität und sozio-strukturelle heterogenität
  • sanktioniert ohne ansehen der person

behinderungsmacht

  • behindert gruppen mit unveränderbaren merkmalen
  • behindert soziale rotation
  • behindert kulturell heterogenität und sozio-strukturelle homogenität, bzw. unterscheidet diesen unterschied nicht
  • sanktioniert nur bestimmte menschen und gruppen

=> sozial problematisch ist die behinderungsmacht

  • macht als schichtung (sozio-materielle güter)
  • macht als herrschaft (menschen)
  • macht als legitimation (rechtfertigung von sozialen übereinkünften und anordnungen)
  • macht als durchsetzung (durchsetzung von sozialen übereinkünften und anordnungen)

 

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schreiben auf der pendelnden fähre: suuupr

ACHTUNG: alle weiteren einträge zu #PENdeln unter http://PENdeln.posterous.com

Foto

aus: PENDELN
ODER: VARIABLE ABSENZ ALS FORM DER UNIVERSITÄT
Maren Lehmann
http://web.mac.com/maren.lehmann/Maren_Lehmann_%28Archiv%29/Maren_Lehmann_(Ar... (pdf)

Weniges diskutiert die Universität heute so heftig und zugleich so folgenlos wie die Frage der Erwartbarkeit (und der Sanktionierbarkeit) der Anwesenheit von Lehrenden und Studierenden am Ort der Universität.

fussnote 2:
„Im 17. Jahrhundert wird zunehmend deutlich, dass Wissenschaftler für gesellige Interaktion, insbesondere am Hofe, nicht taugen“; es fehle ihnen dafür einerseits „die nötige Aufmerksamkeit und Sensibilität“, andererseits sei ihre „Konfliktbereitschaft“ zu hoch (Luhmann 1994: 242). Sie neigen nicht dazu, „bloß... hinter der Linie [zu] fechten“ (Jean Paul 1963: 10; vgl. für die Universität Stichweh 2008 mit der Notiz, „jede der beiden Seiten“, „Lehrende und Lernende“, müssten „bedingungslos für ihre Erwartungen fechten“ dürfen), und sie neigen also dazu, gesellige Interaktionen zu meiden, in denen die Leute zu schnell „verletzt“ sind und es dennoch nicht recht zeigen (Luhmann ebd., mit impliziter Anspielung auf Schleiermacher).

fussnote 8:
Das Oxford Dictionary ergänzt die Erklärung des Pendelns (commuting) als „to travel regularly ... between your place of work and your home“ durch zwei weitere: „to replace one punishment with another that is less severe“ und „to exchange one form of payment for something else“ (und es notiert erläuternd: „I plan my day’s work during the morning commute“.

Auch der aktuell Anwesende ist potentiell abwesend (und namentlich in Universitäten beherrscht jeder Lehrende und jeder Studierende den Verhaltensstil, der dies veranschaulicht). Wenn es einerseits – was für Universitäten vermutlich von Anfang an gilt, insoweit sie mit der Buchdruckgesellschaft entstehen (vgl. Stichweh 1994: 2529) – „keine Statuspositionen mehr gibt, die konkurrenzlos legitimiert sind, für das Sein zu sprechen, res in verba umzusetzen“, und wenn andererseits – was für Universitäten vermutlich ebenso von Anfang an gilt, weil sie sowohl im Kontext der Lehre als auch der Forschung an Karrieren arbeiten, mithin Individualität als Temporalisierung sozialer Ordnung entwerfen – „die Temporalstrukturen der gesellschaftlichen Kommunikation sich so verändern, dass die Gegenwart ohnehin keine Gelegenheit zum Anwesendsein mehr bietet, sondern sie nur noch als Differenz von Vergangenheit und Zukunft zählt“ (Luhmann 1992a: 174), dann verliert jede Repräsentanz ihren Sinn. Entweder, man kommt situativ ins Gespräch – oder man zieht sich zurück, ins Ungewisse, ins Nichtwissen, und man nennt dies: zum Schreiben.

Wer pendelt, der schreibt.

(hervorhebungen durch sms / zwei bilder folgen / sehen lernen )

(download)

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Posted from Friedrichshafen, Germany and Romanshorn, Switzerland
 

10/14 foto, film, tv, twttr: beobachten, erklären, bewerten

Foto

was mich angeht: "ich glaube NICHT an zufälle" #AIBS sonderbeilage der NZZ vom freitag 25.03.2001 (samuel herzog im gespräch mit ernst scheidegger) / zur vorbereitung / live ab 14h / eintrag in arbeit

Ani-work-in-prog

anlass: frage der studentin zur beobachtung der newsticker auf twitter
aufgabe: twittr beobachten, erklären, bewerten
(vergl.: "warum twitter ein sicherer ort ist", ab 02.04.11 auf medienheft.ch)

beobachten

  • interesse
  • was mir auffällt
  • was ich sehe
  • was ich vermute, dass andere sehen
  • brüche

lerne: ich brauche beobachtungskriterien (beobachtungswissen)

  • beobachtungen generieren meint: differenzieren, unterscheiden

erklären

  • konzept: teilnehmende beobachtung (mein körper zwingt mich, leiblich zugegen zu sein.)
  • auf was berufe ich mich?
  • wie erkläre ich mir, was ich sehe?
  • was bringe ich wie mit was in verbindung?

lerne: erklären als beschriebene beobachtung (erklärungswissen)

  • erklären meint: mit gekanntem in verbindung bringen (hermeneutik: theorie verstehen / fall verstehen)

bewerten

  • besser?
  • schlechter?
  • anders?
  • gleich?

lerne: (bewertungswissen)

  • im bewerten, lerne ich meine werte kennen.

intervenieren

  • was kann,
  • will,
  • soll,
  • muss,
  • darf,
  • mag ich tun?

lerne: (handlungswissen)

  • denken = handeln

für beschreibende hintergründe und heranführungen:
- kap 2 von "die form der unruhe" band 2 (vom buchdruck zum computer gibt es keine verbindung. keine)
- kap 3 von "die form der unruhe" band 2 (die liste der gelöschten unterscheidungen)

im plenum sammeln:

beobachtung

  • as
  • as
  • as

erklärungen

  • as
  • as
  • as

bewertungen

  • as
  • as
  • as
Posted from Amriswil, Switzerland
 

10/14 #ntwrk @zeppelin #dfdu 2, kap. 2.5: "bits loggen sich ein. 4 herausforderungen" http://dfdu.org

Img_4918

 

vobe 10/14 /  übersicht programm

(teil/angebot 1)
leseliste:
- kap. 2.5 von "die form der unruhe", band 2 
- als anschluss an die diskussion von 09/14 ("zeit" etc.)

(teil/angebot 2)
beobachtung von beobachtung von beobachtung:
live-ticker: beispiele: (intro durch studentin?)
#guttenberg
#agypt
#fukushima
#wahlen in bw http://twitter.com/#!/sms2sms/status/52017240165462016
news als unterhaltung
- facebook als interaktives fernsehen
- fernsehen konnte unterhalten - internet diszipliniert (video 2292 / 10 jahre gesellschaft der gesellschaft / luzern / mitnehmen!)

vom subtraktionistischen zum konstellatorischen bloggen: beispiel tvo

(teil/angebot 3)
«Es ist tragisch, dass diesen Bildern die Bewegung fehlt»

(samuel herzog über ernst scheidegger, sonderbeilage NZZ)
vergl. exzerpte: http://twitter.com/#!/search?q=%23ff_NZZ
genialer text über die grundsätzlich missverständnisse, bzw.:
foto > film > digitale fotografie

(a) was ist ein "gutes foto"?
(b) was ist eine "gute dokumentation"?
(c) mit welchem argument wird "digitale fotografie" abgelehnt?
(d) was ist eine "gute form"?
(e) was ist ein "schönes bild"?
(f) was meint "bunt"?
(g) und immer so weiter (vergl. überlegungen zu "liste")

Unbenannt
Unbenannt

(teil/angebot 4)
zum begriff der #medien (dirk baecker / régis debray)

Unbenannt

(teil/angebot 5)
- unser text für www.medienheft.ch - online ab dem 2. april: "warum twitter ein sicherer ort ist"

(1) Wer meint, Informationsüberfluss durch härtere, präzisere, konsistentere Analyse in beruhigende
Übersicht zu verwandeln, irrt. (Gründlich. Grundsätzlich. Prinzipiell.)
(2) Wer meint, Informationen seien kontrollierbar, disziplinierbar, normierbar, der muss sich
sagen lassen, dass jeder Totalitarismus genau diese Ziele verfolgt hat. (Autsch!)
(3) Wer meint, weiterhin Informationen beschränken, bündeln, sortieren, kanalisieren zu können,
darf den Einsatz von gewaltiger Macht nicht scheuen. (Just do it. Yes we can.)
(4) Wer meint, eine Information müsse bloss «kurz, knackig, knackiger» vermittelt werden, es
gewinne einfach jener, welcher länger, lauter, penetranter penetriere, hat vermutlich Recht.
(Und jetzt? Wir haben verstanden.)

(A) Über viele, unterschiedliche, widersprüchliche, kontroverse Informationen zu verfügen, ist Zeichen von freier Information.
(B) Eine Information kann noch so «richtig und wahr» sein. Erst wenn es gelingt, die facettenreiche Vielfalt erlebter Realität zu integrieren, entfaltet sich die Qualität einer Information. Oder einfacher: «The Context ist the Message.» (Bazon Brock)
(C) Mehrdeutige, ambigue, kontextualisierte Information stabilisiert eine freie, individuelle, offene Erkenntnisgewinnung und unterläuft verkrustete, illegitime Machtstrukturen.
(D) Die Herstellung von «Eindeutigkeit» einer Information entsteht im Rezipienten.

 

Ani-work-in-prog

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